Carbonpfeile: der Pfeil für bessere Ergebnisse!

In diesem Beitrag möchte ich über die Carbonpfeile berichten, und warum sie die erfolgreichsten Pfeile auf dem Markt sind. Holzpfeile gibt es schon länger, aber sie haben deutliche Nachteile, die Carbonpfeile nun nicht mehr haben. Ich werde hier auf die Vorteile des Carbonpfeiles eingehen, aber auch welche Nachteile er hat. Ich werde schreiben was zu beachten ist, damit ich nicht die falschen Pfeile zu meinem Bogen kaufe.

Diese Bild zeigt einen Carbonpfeil mit Federn und Nocke.
Carbonpfeil mit Befiederung und Nocke

Was ist das Besondere am Carbonpfeil?

Geschwindigkeit und Gewicht

Carbonpfeile zeichnen sich vor allem durch hohe Pfeilgeschwindigkeiten, geringem Gewicht und hoher Stabilität aus. Vor allem für schnelle Bögen wie Compoundbögen, aber auch für den Recurvebogen ist der Carbonpfeil am besten geeignet. Häufig wird dieser Pfeiltyp mit einem gummiartigen Material (Vanes) befiedert, da diese sich auf dem Schaft besser halten als z. B. Naturfedern.

hohe Stabilität und gute Flugeigenschaften

Wer den Pfeil gut behandelt, der wird viel Freude damit haben, auch weil sie nicht sehr leicht brechen. Am besten sind die Flugeigenschaften dieses Pfeiles. Aufgrund ihrer Bruchfestigkeit und Flugstabilität eignen sie sich sehr gut zu Wettkämpfen.

Gutes Preis- Leistungsverhältnis

Beim Preis sind sie zwar etwas teurer als andere Pfeile, aber das zahlt sich aus. Da Holzpfeile alle unterschiedlich, haben Carbonpfeile den Vorteil, dass alle aus aus der Serie gleich sind. Sie haben alle den gleichen Spinewert und sind alle gleich schwer. Auch gilt hier die Ermittlung des Spinewertes zum gekauften Bogen, aber dazu komme ich später.

Universell einsetzbar

Wer einen traditionellen Bogen gekauft hat, wie z. B. einen Langbogen, der muss nicht auf Pfeile aus Carbon verzichten. Auch hier kann ich diese Pfeile nutzen, da sie dementsprechend für alle Bogentypen hergestellt werden.

Was kann ich tun, damit ich viel Freude an meinen Carbonpfeilen habe?

Was besonders wichtig ist, die Carbonpfeile müssen äußerlich weitestgehend  in Ordnung sein. Das heißt nicht, dass ich sie wie ein rohes Ei behandeln muss, aber ich sollte auf den Schaft achten. Ist der Schaft abgeschabt oder eingedrückt, ist das ein Hinweis, dass der Pfeil nicht mehr in Ordnung ist. Schlage ich mit einem Hammer auf den Pfeil ein, dann kann er beim Abschuss explodieren, und ich kann mir Verletzungen hinzuziehen. Daher lohnt es hin und wieder den Schaft zu überprüfen. Carbon ist sehr stabil, ist der Pfeil aber faserig, ist die Struktur zerstört, und damit ist die Haltbarkeit des Pfeiles nicht mehr gegeben.

Kann ich Carbonpfeile kürzen?

Ja, das ist möglich. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Pfeil oben beschädigt ist. Hier ist es ratsam die Stelle abzukürzen, damit sie nicht auffasern kann, sofern es möglich ist. Mit einer scharfen Säge kann ich die Stelle kürzen, zuvor sollte ich aber ein Isolierband um die zu kürzende Stelle wickeln.

Warum?

Durch das Sägen kann das Material splittern und auffasern. Mit dem Isolierband verhindere ich das. Eine weitere Möglichkeit Carbonpfeile zu kürzen ist die Verwendung eines Rohrschneiders. Jeder Klempner weiß, dass ich damit das Material eindrücke welches ich bearbeite. Aber es geht auch anders. Ich drücke den Rohrschneider an den Pfeil nur etwas an. Dann drehe ich zwei- oder dreimal und drücke dann ein wenig nach mit der Feststellschraube. Jetzt wiederhole ich den Vorgang und drehe wiederum um den Pfeil herum. Nach mehreren Versuchen bin ich durch, und der Pfeil ist gerade abgetrennt.

Anbei ein Video zu dem Thema von Intuitiv Bogenschießen Coaching:

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Pfeil Wraps für Carbonpfeile

Diese werden auch Arrowwraps genannt. Sie werden um den Pfeil herumgeklebt, und es gibt sie in unterschiedlichen Farben. Sie verschönern den Pfeil und ich kann den Pfeilen eine eigene Note geben. Bevor ich mit dem Bekleben beginne, mache ich den Schaft staub- und fettfrei. Nun nehme ich den Träger der Folie ab. Dann habe ich eine klebende Fläche auf dem Wrap. Den Schaft des Pfeiles lege ich daneben und beginne langsam wie bei einer Pizzateigrolle den Schaft um das Wrap zu kleben. Ganz langsam, nicht das Blasen oder sonstige Unreinheiten hineingeraten. Am Ende drücke ich das Wrap auf dem Schaft fest, und fertig ist das Kunstwerk. Vor allem fluoreszierende Wraps haben es mir angetan. Sie sind im Dunkeln leichter zu finden.

Auch hierzu habe ich ein Video von den Backstop Boys zur besseren Veranschaulichung:

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Fazit

Fazit zu den Carbonpfeilen

Diese Pfeile gehören zum Bogensport einfach dazu. Durch ihre Stabilität und ihrem geringen Gewicht sind sie für den täglichen Gebrauch im Bogensport sehr gut geeignet. Es gibt viele Vorteile, und nur wenige Nachteile. Das ein Pfeil brechen kann ist beim Holzpfeil genauso wie beim Fiberglaspfeil auch möglich. Vor allem sind diese Pfeile schnell, und daher ideal für Turniere und Wettkämpfe.


FAQ zum Thema Carbonpfeile

Hier einige Fragen zum Thema:

Was bedeutet Mindestpfeilgewicht?

Mindestpfeilgewicht bedeutet, dass der zu verwendende Pfeil für den Bogen ein Mindestgewicht vorweisen muss, damit der Bogen, oder der Pfeil beim Abschuss nicht beschädigt wird. Häufig wird 8 – 9 Gramm pro Pfund Zuggewicht verwendet. Als Beispiel nehme ich einen Bogen mit 28 Pfund Zuggewicht. Die Berechnung wäre: 28 *8 = 224 Gramm Mindestpfeilgewicht. Der Pfeil müsste somit mindestens 224 Gramm wiegen, damit ich ihn für den oben genannten Bogen verwenden kann.

Was bedeuten die Begriffe Pfeillänge, Spinewert und dynamischer Spinewert?

Pfeillänge

Die Pfeillänge wird danach bestimmt, wie der Schütze ihn auszieht. Der Pfeil sollte nicht über die Pfeilauflage rutschen oder sich hinter dem Bogenarm befinden. Am einfachsten ist die Armspannmethode. Hier messe ich von einer Hand zur anderen an einer Wand und teile durch 2,5. Dann teile ich nochmals durch 2,54 um den Wert in Zoll zu erhalten. Wichtig dabei ist den Mittelfinger als Maß anzuwenden. Der Vorteil dieser Methode ist die einfache Durchführung.

Spinewert

Spinewert bedeutet, dass der Pfeil, wenn er abgeschossen wird, sich entsprechend des Zuggewichtes und anderen Faktoren biegt. Das kann entsprechend gemessen werden je nach Bogentyp und Zuggewicht. So kann der Pfeil, wenn er zu steif ist zu weit nach links vom Ziel tendieren. Anders herum kann ein zu weicher Pfeil zur rechten Seite driften aufgrund der Kurve die er schlägt. Beide Faktoren, egal ob sehr steif oder zu weich führen zu extremen Streukreisen, aber nicht zum Ziel.

Wenn auf dem Pfeil der Wert Spine 400 steht, bedeutet dass, dass wenn ich den Pfeil, mit der Maße 28 Zoll, auf einem Bock rechts und links spanne, und 2 Pfund Gewicht auf die Mitte lege, der Pfeil sich um 0,4 Zoll durchbiegt. Das ergibt den Wert 400, der auf dem Pfeil steht.

Viele Pfeilhersteller bieten Spinewerttabellen an für ihre Pfeile. Die sind entweder dabei, oder ich kann sie mir herunterladen. Dort kann ich genau ablesen welchen Pfeil ich für meinen Bogen benötige, bzw. der richtige ist. Hier kann ich anhand der Tabelle ablesen, bei welchem Bogen und Zuggewicht bzw. der gemessenen Auszugslänge ich den richtigen Pfeil finden kann.

Dynamischer Spinewert

Der dynamische Spinewert ist nicht genau messbar. Hierzu gehören noch andere Faktoren wie z. B. Nocke, Standhöhe, Sitz auf der Sehne, Schussstil, um nur einige zu nennen. Hier gilt es zu probieren und den Pfeil weicher oder härter zu machen.