Nockpunkt: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um als Anfänger den Bogen richtig benutzen  zu können, ist es wichtig den Nockpunkt richtig zu setzen. Damit bin ich in der Lage, den Pfeil geradeaus zu schießen, ohne dass ich mir Gedanken über die Pfeilrichtung machen muss. Es braucht Erfahrung und Geduld, den Nockpunkt zu setzen. Anfänger können das auch, sollten aber Geduld haben.  Außerdem benötige ich Werkzeuge, die mich dabei unterstützen richtigen Punkt zu finden. In diesem Beitrag kläre ich auf, was dieser Punkt ist, und was ich brauche, um als Anfänger die Schritte auszuführen. Zum Schluss folgt ein FAQ.

Was ist ein Nockpunkt?

Ein Nockpunkt ist der Punkt an einer Bogensehen, wo der Pfeil „einzunocken“ ist. für Anfänger ist der dieser Punkt eine wichtige Eigenschaft am Bogen, damit das Trefferbild von Anfang an stimmt. Einen Pfeil ohne diesen Nockpunkt abzuschießen ist äußerst schwierig. weil ich keine Erfahrung habe. Habe ich einen falschen Winkel, dann schießt der Pfeil oben, unten und seitliche am Zeil vorbei. Nicht jeder Bogen ist mit einem Nockpunkt ausgestattet. Ein Blankbogen, Reiterbogen und Langbogen ist nicht unbedingt damit ausgerüstet. Das liegt meistens daran, dass es sich um traditionelle Bögen handelt, und der Punkt absichtlich weggelassen wird. Aber auch hier kann ich nachbessern, indem ich den Nockpunkt selber setze.

Wie sieht ein Nockpunkt aus?

Der Nockpunktbegrenzer besteht in der Regel aus Messing. In der Regel hat man zwei Nockpunkte, wo der Pfeil dazwischen eingenockt wird. Habe ich nur einen Nockpunkt, so setze ich die Nocke darunter. Die meisten verwenden die Klemmnocke, so dass der Pfeil dazwischen eingeklemmt wird. So kann der Pfeil eigentlich nicht herausfallen. Fällt er trotzdem herunter wenn ich loslasse, so sollte ich den Punkt neu setzen. Zum besseren Verständnis habe ich ein Bild hinzugefügt:

Dieses Bild beschreibt den Nockpunkt an einem Bogen.
Beschreibung des Nockpunktes.

Das Bild zeigt die Nocke eines Pfeiles.
Das Bild zeigt eine Klemmnocke.

Der Abstand ist nötig, damit der Pfeil den Bogen gerade verlässt. Die Versuche es im 90 Grad Winkel zu absolvieren werden scheitern, da der Pfeil das Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht treffen wird. Man spricht hier auch von einer Nockpunktüberhöhung.

Warum ist das Setzen des Nockpunktes so wichtig?

Ohne den Nockpunkt ist zum einen der Abschuss des Pfeils sehr unruhig. So kann der Pfeilflug wellenförmig verlaufen. Mir ist gesagt worden, dass man diese Bewegung auch „Reiten“ nennt. Sollte das der Fall sein, dann ist der Nockpunkt nicht richtig gesetzt. Zudem kann der Pfeil er zu tief angelegt ist, regelrecht noch oben schießen.

Wie kann ich den Nockpunkt richtig setzen?

Wer es genau nimmt, der sagt sich 90 Grad zur Pfeilauflage. Wie vorhin genannt, wird das nicht funktionieren. Das liegt daran, dass jeder einen anderen Griff hat. Im oberen Bild habe ich dargestellt wo die mögliche Grundstellung sitzen könnte. Der erste obere Nockpunktbegenzer befindet sich etwa 8/16 Zoll über der 90-Grad-Linie. Das wird in den meisten Fälle ausreichen. Leider gibt es keine genaueren Angaben. Wenn es nicht passt nach diversen Schüssen, dann muss ich den Nockpunkt erneut anpassen.

Welche Werkzeuge benötige ich um den Nockpunkt zu setzen?

Um den Punkt zu ermitteln benötige ich einen Checker. Der sieht aus wie eine Messlehre und verfügt über 2 Skalen. Zusätzlich ist eine Nockpunktzange erforderlich. Im Set mit 3 oder 4 Nockpunktbegrenzern ist es für ca. 15 Euro erhältlich. Mit dem Checker kann ich den Punkt für den Nockpunkt an der Sehne feststellen. Die Zange dient zum Einknipsen des Messingringes an der Sehne.

Wichtig zu erwähnen ist, dass zuvor die Standhöhe korrekt eingestellt ist. Die Standhöhe wird so gemessen, dass ich den Wert vom tiefsten Teil des Griffes bis zur Sehne messe. Wenn möglich sollte der Wert schon vom Hersteller vorgegeben sein. Die Einstellung der Standhöhe erfolgt durch das Ein- und Aufdrehen der Sehne.

Die 5 Punkte um den Nockpunkt richtig zu setzen!

Einspannen des Checkers

Der Checker wird mittels der Metallkammern an der Bogensehne eingeklemmt. Ich schaue dann ob der 90 Grad Winkel zum Bogenfenster oder der Pfeilauflage eingehalten wird. Anhand der Skala kann den Wert jetzt ablesen, den ich benötige.

Die Höhe für den Nockpunkt

Eine exakte Höhe gibt es nicht und hier bleibt mir nichts anderes übrig als zu testen. Es ist auch abhängig von der Grifftechnik. Es gibt den Unteranker (3 Finger unter dem Nockpunkt) bzw. 2 Finger unter dem Pfeil.

Anbringen des Nockpunktes

Ich kenne in der Hauptsache nur Messingnockpunkte. Diese werden an die markierte Stelle eingeknipst. Es gibt noch andere Möglichkeiten wie der Nockpunkt aus Papier oder einer Wicklung mit Sehnengarn. Diese Methoden sind aber kompliziert oder sie halten nicht allzu lange. Ich we dazu noch im FAQ näher darauf eingehen.

Anzahl der Nockpunkte

Ich kenne hauptsächlich 2 Nockpunkte. Der Vorteil, den ich bei 2 Nocken sehe, ist die genaue Anbringung des Pfeiles. Habe ich nur einen Nockpunktbegrenzer, dann werde ich mit 3 Fingern gegenhalten. Sind zwei Nockpunkte angebracht, dann sollte etwas Spiel dazwischen sein, damit der Pfeil optimal abschießen kann.

Testen durch Pfeilabschuss (Blankschaftstest)

Wenn ich sichergehen möchte, dass die Einstellungen passen, dann empfehle ich mehrere Pfeile abzuschießen. Dazu verwende ich zwei Pfeile mit Federn und zwei Pfeile ohne Federn. Was es damit auf sich hat beschreibt das untere Video. Vorab kann ich sagen, dass der blanke Pfeil in einer Gruppe mit den Pfeilen mit Federn einreihen sollte.

Um das Ganze verständlich darzustellen habe ich ein gutes Video von Intuitiv Bogenschießen Coaching hinzugefügt:

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Fazit

Fazit zum Nockpunkt

Der Nockpunkt ist wichtig um gut und genau schießen zu können. vor allem Anfänger haben ohne diese Hilfe keine Chance einen sauberen Schuss hinzubekommen. Häufig werden Messingringe als Nockpunktbegrenzer verwendet. Diese Methode ist einfach und sicher. Das die Ringe abfliegen ist sehr unwahrscheinlich, wobei es eine häufige Meinung ist. Als weiter Methoden habe ich die Umwicklung mit Sehnengarn oder Papier genannt. Wer Sehnengarn verwendet sollte handwerklich geschickt sein. Papier eignet ich nicht so gut als Material, da es sehr schnell abgeht.

Die Werkzeuge , die ich benötige begrenzen sich auf Checker und Nockpunktzange sowie die Messingringe. Wegen des verhältnismäßig günstigen Preises ist die Anschaffung nicht teuer und empfehlenswert. Wer die Nockpunkte selber setzt, der sollte eine Halle oder ein geeignetes Gelände zum Schießen haben.


FAQ zum Thema Nockpunkt

Hier einige Fragen, die auftauchen können:

Was ist eine Wicklung mit Sehnengarn?

In diesem Fall wird die Sehne mit feinem Sehnengarn umspannt. Das erfordert Geschick und Erfahrung. Ich selber habe es noch nie gemacht. Für die Wicklung wird normales Sehnengarn oder auch Zahnseide verwendet. Diese ersetzt den Nockpunktbegrenzer aus Messing.

Woraus besteht ein Nockpunkt aus Papier?

Ein Nockpunkt aus Papier kann z. B. aus Malerkrepp bestehen. Es ist ebenfalls ein Ersatz für den Messingnockpunkt. Das Problem ist die Haltbarkeit und ich die Belastung ist schon fast zu hoch. Daher kann ich diese Methode nicht empfehlen.

Kann ich den Nockpunkt ohne Checker setzen?

Das ist möglich, sollte aber nur im Ausnahmefall angewandt werden. Dazu nehme ich einen Pfeil und lege ihn auf die Pfeilauflage und anschließend an die Sehne im 90 Grad Winkel. Das geht entweder per Augenmaß, oder ich nehme mir ein Geodreieck als Beispiel. Dann setze ich eine Pfeilnocke über den eingesetzten Pfeil. Das Problem dabei ist, dass der Pfeil sehr wahrscheinlich verrutschen wird, und ich mehrmals ansetzen muss. Wenn es klappt, dann kann ich einen Nockpunktbegrenzer darüber anbringen. Die Höhe entspricht dem, den ich für einen guten Abschuss benötige. Auch die Nockpunktzange kann man außen vor lassen, wenn ich eine Papier- oder Sehnengarnwicklung verwende.