Köcher Pfeile: Das solltest Du wissen!

Der Köcher für Pfeile ist ein wichtiges Zubehör für jeden Bogenschützen. Ich habe beim Schießen keine Hand frei, um die Pfeile zu halten. Somit ist der Köcher für Pfeile als Ausrüstungsgegenstand nicht wegzudenken. Natürlich wäre es möglich die Pfeil auf den Boden zu legen, aber wer möchte die Pfeile verschmutzen oder sich nach den Pfeilen bücken? ich denke, dass niemand das vorhat. In diesem Beitrag erkläre ich die unterschiedlichen Köchermodelle. Weiterhin gebe ich Tipps, welche Gegenstände ich darin noch mitführen kann. Zum Schluss folgt ein FAQ.

Dieses Bild zeigt zwei Köcher aus Leder, befüllt mit Holzpfeilen.
Zwei Lederköcher, die mit Holzpfeilen befüllt sind. /https://pixabay.com/suju-foto-165106/

Welche Arten von Köcher für Pfeile gibt es?

Sie unterscheiden sich nach der Art des Tragens. Es gibt daher 4 Arten.

Seitenköcher

Die am häufigsten anzutreffende Variante ist der Seitenköcher. Dieser wird in Hüfthöhe an der Seite am Gürtel oder Hosenbund befestigt. Zu beachten ist, dass ich als Linkshänder einen Linkshandköcher oder als Rechtshänder entsprechend einen Rechtshandköcher kaufe. Wer einen falschen hat, der kann ihn auch umbauen lassen, sofern es geht. Dazu komme ich später. Weiterhin gibt es zwei Unterarten beim Seitenköcher.

Unterarten von Seitenköchern

Targetköcher

Bei diesem Modell zeigen die Pfeil nach vorne, also Richtung Ziel. Der Vorteil dabei ist, dass ich hier schneller die Pfeile entnehmen kann. Viele professionelle Schützen, die dem internationalen WA-Verband (World Archery) angehören, vertrauen diesem Köcher.

Feldköcher

Der Feldköcher ist so gebaut, dass die Pfeile nach hinten zeigen, also entgegengesetzt zum Ziel. Ich kenne viele Bogenschützen, die so einen haben. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass die Pfeil nicht so leicht herausrutschen können.


Um das Ganze zu veranschaulichen, habe ich ein Video vom EST Bogensport beigefügt zum Thema Feldköcher und Tagetköcher.

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Rückenköcher

Diese Köcher werden auf dem Rücken getragen, und es sieht auf dem ersten Blick spektakulär aus. Aber wenn die Pfeile herausgezogen werden sollen dann muss man über den Kopf hinweg die Pfeile herausziehen. Ich persönlich finde es nicht praktisch, im Gegenteil ist es meiner Meinung nach unangenehm. Zur Befestigung des Rückenköchers verwendet man einen Brustgurt.

Bogenköcher, auch Anbauköcher genannt

Bei diesem Köcher handelt es sich um eine Vorrichtung, die direkt über Gummi- oder Klettbänder am Bogen befestigt wird. Häufig ist die Aufnahme auf 6 Pfeile begrenzt. Der Vorteil des Bogenköcher liegt in der Tatsache, dass ich ihn direkt am Bogen mitführen kann. Er wird häufig bei der Bogenjagd verwendet und muss beim Transport meistens mit abgebaut werden.

Taschenköcher

Dieser Köcher wird selten genutzt, soll aber nicht unerwähnt bleiben Es handelt sich um einen Köcher, der mehr eine Gesäßtasche ist. Die Pfeil werden somit aufrecht am Gesäß getragen. Sie haben aber mehr Nachteile als Vorteile, so könne die Pfeil leichter herausfallen, und die Aufnahmekapazität ist stark begrenzt.

Aus welchen Materialien bestehen die Köcher für Pfeile?

Traditionelle Schützen verwenden Köcher aus Leder. Diese sind aber recht teuer und liegen im Mittel bei 150 Euro. Günstiger und genauso gut sind Modelle aus Nylon oder Cordura. Hier beginnen die Preise bei 20 Euro und im Durschnitt zahle ich 40- 50 Euro für solch einen Köcher.

Fazit

Fazit zu Köcher Pfeile

Es gibt verschiedene Variationen und Modelle, und das Angebot an Farben und Designs ist mittlerweile sehr groß geworden. Damit jeder seinen persönlichen Köcher für seine Pfeile findet, bedarf es etwas Zeit und Geduld. Bei den meisten wird es wohl auf einen Seitenköcher hauslaufen, einige wenige versuchen sich am Rückenköcher. Sehr speziell hingegen sind die Anbau- und Taschenköcher. Die Preisunterschiede sind zum Teil sehr deutlich. Wer aber viel Freude an seinem Köcher haben möchte, der sollte sich am mittelpreisigen Segment orientieren. Hier bekomme ich schon einen stabilen , strapazierfähigen Köcher, der lange hält. Des weiteren kann ich diverses Zubehör wie Pfeilzieher oder die Bogenschlinge mitführen.

FAQ zum Thema Köcher Pfeile

Hier sind einige Fragen, die auftauchen könnten:

Welche Köcher für Pfeile sind am beliebtesten?

Die meisten Schützen bevorzugen Seitenköcher. die Köcher sind am praktikabelsten, da sie kaum stören. Außerdem kann ich die Pfeile einfach greifen Der Rückenköcher stammt aus der Zeit, als Pfeil und Bogen hauptsächlich zur Jagd oder zu Kämpfen mitgenommen wurden. Sie stören kaum im Gelände, und es ist möglich damit zu reiten. Was ich nicht empfehlen kann sind Seitenköcher mit einem Metallclip. Diese fallen ständig ab. Am besten sind Gürtelschlaufen, das sie fest und stabil sind. Außerdem kann die hoste nicht rutschen.

Warum sollte der Köcher Taschen haben?

Wer sich kein billiges Modell kauft, der kann sich über ein bis zwei Taschen freuen. Der Vorteil von aschen liegt klar auf der Hand. Viele Schützen bringen ihren Bogen mit, und haben darin wichtiges Zugehör verstaut. Das kann ein Kugelschreiber, das Schießbuch oder auch der Fingertab sein. Ich kann sie nicht vergessen, weil ich sie immer dabei habe. Wichtig dabei ist, dass die Taschen verschlossen sind, da ansonsten lose Teile die Sehne berühren können.

Was sind Pfeilröhren?

Pfeilröhren sind Tuben wo ein jeder einzelne Pfeil in meinem Köcher verstaut wird. So bleiben die Pfeile geschützt und reiben nicht aneinander. Weiterhin habe ich damit die Möglichkeit die Pfeile zu sortieren. In der Regel handelt es sich um 3 Röhren, die in den handelsüblichen Köchern integriert werden.

Welche Möglichkeiten gibt es einen Köcher von rechts nach links umzubauen?

Einen Köcher, der entsprechend für die rechte oder linke Seite konzipiert ist, kann nicht umgebaut werden. Im Fachhandel gibt es Köcher zu kaufen, die über einen Klettverschluss für Rechts- und Linksschützen  verfügen. Diese Köcher sind vom Preis her vergleichbar mit den Standardköchern. Diese Modelle sind vor allem für Vereine interessant, wo z. B. auch Einsteiger einen Köcher ausleihen. Der Schütze kann sich so seinen Köcher anpassen lassen.