Bogen für Anfänger: 4 wichtige Punkte

Welcher Bogen für Anfänger der beste ist, dass stellt sich wohl jeder, der in diesen Sport einsteigt. Ich habe am Anfang auch gedacht, welcher Bogen zu Anfang passend ist. Ich hatte jetzt die Möglichkeit im Bogenverein einige Modelle testen, und das hat mir geholfen, den richtigen Bogen zu finden. Mit diesem Bogen kann ich arbeiten und trainieren. Die Anzahl an verschiedenen Bögen ist erst einmal groß zu Anfang, und daher ist es nicht so leicht sich zurechtzufinden. Daher werde ich hier einige Tipps geben, und daher zeige ich dir, wie es dir leichter fällt den passenden Bogen für Anfänger zu finden.

Ein Junge versucht gerade einen Pfeil abzuschießen.
Ein Junge zielt mit seinem Bogen auf die Zielscheibe.

Wo kann ich als Anfänger einen Bogen testen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Wege einen Bogen für Anfänger auszuprobieren. Hier habe ich einige genannt.

Im Verein

Die  beste Möglichkeit die ich für mich gefunden habe ist ein Verein in der Nähe. Mit Google wirst du fündig, wenn du deinen Ort und zusätzlich noch Bogensportverein eingibst. Du wirst sämtliche Vereine angezeigt bekommen, die grundsätzlich oder zusätzlich den Bogensport als Sportart führen. In den meisten Fällen ist es möglich Probeabende zu absolvieren, um festzustellen ob es langfristig eine Perspektive ist. Die meisten Vereine führen unterschiedliche Bögen. Somit hast du die Möglichkeit dort verschiedene Bögen für Anfänger zu testen.

Im Fachhandel

Wenn du einen Fachhandel in deiner Nähe kennst, dann gehe dorthin und begutachte die Bögen und teste sie. Ob es einen Fachhandel in der Nähe gibt, kannst du ebenfalls über Google ausfindig machen.

Auch der Onlinehandel bietet verschiedene Bögen für Anfänger an. Das fängt bei Amazon an, und geht weiter über Bogensportwelt bis zum Youksakka Shop. Wer in seiner Umgebung keinen Fachhandel findet, der kann sich auch hier die verschiedenen Bögen per Post kommen lassen. Die Haptik ist doch sehr wichtig, weil ich erst dann feststellen kann, ob ich mit dem Bogen zurechtkomme. Wer online kauft darf die Sachen nach 14 Tagen wieder zurücksenden, wenn Sie im nicht gefallen. Das gilt für den gesamten Onlinehandel.

Bogen für Anfänger: Worauf sollte ich achten?

Es gibt 4 Punkte worauf jeder beim Anfängerbogen achten sollten. Diese 4 Punkte werden nachstehend aufgeführt:

Liegt der Bogen für Anfänger gut in der Hand

Das ist eines der wichtigsten Punkte. Der Bogen muss für einen Anfänger gut in der Hand liegen. Tut er das nicht, dann wird es mir schwerfallen mit ihm zu arbeiten. Jeder Bogen hat eine andere Form und ein anderes Griffstück. Auch die Länge ist wichtig. Wer klein ist, aber einen langen Bogen hat, der wird Schwierigkeiten haben damit zu schießen.

Das Gewicht

Ich kenne viele Frauen die Bogenschießen. Ich denke nicht, dass sie auf schwere Bögen zugreifen werden. Je schwerer der Bogen, umso mehr fällt es mir schwer hier Trainingszeiten von über 30 Minuten dauerhaft zu absolvieren. Ich würde daher testen, ob ich das Gewicht des Bogens auch längere Zeit tragen kann. Das macht es mir auch angenehmer an mehreren Tagen in der Woche zu trainieren.

Wie schießt sich der Bogen für Anfänger?

Ich habe einen Bogen für Anfänger gehabt, mit dem habe ich immer auf die andere nebenstehende Zielscheibe geschossen. Ich konnte mit ihm einfach nicht umgehen. Daher ist es wichtig auch Schüsse damit abzugeben. Es reicht nicht aus, nur die Haptik und das Aussehen in Betracht zu ziehen.

Wie hoch ist das Zuggewicht beim Anfängerbogen?

Das Zuggewicht ist ein wichtiger Punkt, da ich genügend Kraft haben muss, um die Sehne im gespannten Zustand an 3 Fingern halten zu können . Wer schon mal mit einen Bogen geschossen hat weiß, dass es ganz schön anstrengend ist die gespannte Sehne ohne zittern zu halten. Bei der Spannung der Sehne sollte ich aber nach Möglichkeit nicht zittern, zumindest eine Atempause lang. Wer mit leichten Bögen beginnt, hat bessere Chancen Treffer zu erzielen. Am Anfang sollten nicht mehr als 30 Pfund, also 14 Kg Zug an den Fingern lasten. Wenn der Bogen mehr Zuggewicht hat, wird derjenige sich unnötig hohen Belastungen aussetzen. Daher gilt am Anfang der Grundsatz: „Weniger ist mehr“.

💡 Tipp: Wenn du den Bogen bei einem Fachhändler testest, dann bitte ich dich den Bogen auch dort zu kaufen. Zum einen ist das fair und zum anderen können nur so Fachhändler vor Ort existieren!

Sind teure Bögen besser als günstige?

Nein, das sind sie grundsätzlich nicht. Es ist durchaus möglich mit einem günstigen Bogen für Anfänger gute Treffer zu erzielen. Der Preis wird häufig durch den Markennamen, der Verarbeitung oder Holzart bestimmt.

Wer erst mal testen möchte, der kann auch zu einem Bogen greifen der inklusive Zubehör bei gut 150 Euro liegt. Es handelt sich dabei häufig um Recurvebögen mit austauschbaren Wurfarmen. Der Vorteil dabei ist, das Zuggewicht lässt sich variieren.

Des weiteren befindet ein Anfänger noch im Lernmodus und muss sich noch finden. Mit der Zeit wird sich herausstellen, welcher Bogen langfristig in Betracht gezogen wird, und welche nicht. Daher ist es nicht weiter schlimm sich auszutesten und später zu einem teureren Modell zu greifen.

Welche Bögen sind für Anfänger besonders geeignet?

Ein Mann hält im Gelände einen Recurvebogen in der Hand.
Der Mann hält einen Recurvebogen in der Hand. (Foto von RODNAE Productions von Pexels)

Take-Down Recurvebogen

Wer starten möchte, der kann auf jeden Fall auf einen Take-Down Recurvebogen zugreifen. Die austauschbaren Wurfarme sowie die häufig in Angeboten enthaltenen Zubehörteile sind ideal für Anfänger, die sich ausprobieren möchten. Durch den Austausch der Wurfarme kann ich auch das Zuggewicht bestimmen. Ich habe bei vielen Sets gesehen, dass ein weiteres Paar Wurfarme im Paket enthalten sind. Bei diesen Bögen ist es möglich unterschiedliche Anbauteile wie Visiere oder Pfeilauflagen anzubauen, wenn sie nicht schon angebracht sind.

Langbogen oder Compoundbogen?

In einigen Ausnahmefällen greifen Bogenschützen auch zu einem Langbogen oder Compoundbogen. Diese Modelle sind aber eher seltener anzufinden. Der Nachteil dieser Bogenart ist, dass die Handhabung nicht so einfach, und viele Anfänger diese Bögen nur mal testen. Auf dem Schießstand gibt es nur wenige, die regelmäßig damit schießen. Zudem kommt hinzu, dass ein Compoundbogen wegen seiner zusätzlichen Aufbauten mindestens 200 Euro und mehr kosten kann. Bei dem Preis gibt es aber noch kein Zubehör wie beim Recurvebogen.  Der Langbogen hat den Nachteil, dass dieser durch seine Länge nicht so handlich ist wie ein kleinerer Recurvebogen.

💡 Tipp: Wer mehr über die verschiedenen Modelle erfahren möchte, der sollte wie oben beschrieben den Fachhandel oder einen Verein aufsuchen, und sich dort von einer erfahrenen Person instruieren lassen. Sie kennen alle Bögen und können Auskunft über deren Vor- und Nachteile geben.

Welcher Bogen ist für Anfänger nicht so gut geeignet?

Wer noch nie mit einem Compoundbogen geschossen hat, der sollte dieses Modell nicht ganz oben auf die Liste setzen. Dieser Bogen funktioniert ähnlich wie ein Flaschenzug. Ich ziehe an der Sehne und ab einem bestimmten Punkt benötige ich weniger Zugkraft. Das ist zwar schön wegen dem Zuggewicht, lasse ich aber etwas locker, dann erhöht sich die Zugkraft, und eventuell fehlt mir dann die Kraft, und lasse im schlimmsten Fall los. Der Pfeil schießt unkontrolliert durch die Halle oder auf dem Gelände und das kann zu Beschädigungen des Pfeils, des Bogens oder anderer Gegenstände zur Folge haben. Ansonsten ist jeder andere Bogen durchweg geeignet als Einstiegsbogen, sofern  er handlich und kein zu hohes Zuggewicht aufweist. Nur der Compoundbogen ist wegen der speziellen Technik ein Sonderfall.

Woran erkenne ich einen guten Einsteigerbogen?

Im Gegensatz zu einem billigen Bogen werden hier wenige bis gar keine Kunststoffe verwendet. Die guten Recurvebögen verfügen schon über gute Sehnen und haben keine einfache Schnur. Die einfachen Bögen sind gerade und haben häufig keine vernünftig geschwungenen Wurfarme. Echte Take-Down Recurvebögen sind dreiteilig, und es können Visiere und Pfeilauflagen angebracht werden. Bitte nehmt Abstand von chinesischen Billigbögen die bei Ebay angeboten werden. Die Gefahr verletzt zu werden ist groß, und mit knapp 50 Euro auch viel zu teuer für das was sie zu leisten vermögen. Ab gut 80 Euro bekommt der Einsteiger einen guten Bogen im Fachhandel mit viel Zubehör.


Um das Thema einmal zusammenzufassen, habe ich hier ein Video vom Bode-Shop hinzugefügt:

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Fazit

Fazit zum Bogen für Anfänger

Jetzt komme ich zum Fazit, auch weil ich schon viele Hinweise gegeben habe. Die Bögen kann ich im Verein oder im Fachhandel testen. Sollte ich beide Möglichkeiten nicht haben, gibt es gute Online Fachgeschäfte speziell für den Bogensport. Die Auswahl an Bögen ist sehr groß, und daher ist die Beratung fast unabdingbar.

Des weiteren ist es wichtig, dass sich der Bogen gut anfühlt, nicht zu schwer und ein Zuggewicht hat, welches ich ohne Probleme ziehen kann. Teure Bögen brauche ich am Anfang nicht, und daher würde ich am Anfang dazu raten preisgünstig  in den Bogensport einzusteigen. Am besten steigt man mit einem Take Down Recurvebogen ein. Der heißt so, weil ich beide Wurfarme abnehmen und durch andere ersetzen kann (engl.: Take Down – abnehmen/aufnehmen). Der Compoundbogen ist meines Erachtens für Anfänger nicht geeignet, und daher rate ich davon ab, direkt zu Beginn sich einen anzuschaffen.

Gute Bögen bekomme ich ab 80 Euro im Angebot. Im Internet habe ich aber auch Modelle gesehen für 30 bis 50 Euro. Aber mir gefiel die billige Machart und die einfache Schnur nicht. Daher Finger weg von Billigprodukten.

Wer sich an diese Regeln hält, der wird ohne Probleme seinen passenden Bogen finden, da bin ich mir sehr sicher.


FAQ zum Thema Bogen für Anfänger

Hier einige Fragen, die meiner Meinung nach auftreten können:

Welches Zubehör ist am Anfang empfehlenswert?

Was ich sehr vorbildlich finde ist die Tatsache, dass viele Fachgeschäfte den Bogen mit dem Zubehör anbieten. Somit sind die nötigen Teile wie Unterarmschutz, Köcher, Fingertab oder Pfeilauflagen im Set enthalten. Der Vorteil es passt zusammen, wie auch die zugehörigen Pfeile sofern enthalten. Sind keine Pfeile dabei, dann sollten entsprechend des Zuggewichtes Pfeile angeschafft werden. Dabei hilft ein  Spinewert Rechner den ungefähren Spinewert zu errechnen, damit ein ruhiger Pfeilflug gewährleistet wird.

Welche Ziele darf ich beschießen?

Es darf nur auf übliche Zielscheiben geschossen werden. Gemäß §15a Abs. 1 WaffG ist festgeschrieben, dass Scheiben, auf denen Menschen symbolisiert oder dargestellt werden, nicht zugelassen sind. Aufgrund von möglichen Schadensersatzansprüchen würde ich nur auf Scheiben schießen, die für den Bogensport zugelassen sind, und ich benötige Pfeilfangnetze um die Pfeile abzufangen. Ohne diese Vorkehrungen wäre mir das Risiko zu groß.

Welche Pfeile darf ich verwenden?

Es sind Pfeile zu verwenden, die nicht hinter den Bogen ragen, da ich ansonsten Bogen und Pfeil beschädige. Die Befiederung muss korrekt angebracht sein, damit sie nicht an den Bogen kommt. Durch falsch angebrachte Befiederung wird der Pfeil abgelenkt und trifft ein anderes Ziel. In vielen Sets sind Fiberglaspfeile enthalten. Ihre Flugeigenschaften sind mittelmäßig, und die Pfeile, wenn sie auf harte Gegenstände treffen, können leicht zerbrechen. Dafür sind sie preismäßig sehr günstig, und liegen bei unter 5 Euro pro Pfeil. Es ist vertretbar, wenn sie beim Abschuss beschädigt werden. Besser sind Carbonpfeile, die sind zwar teurer, aber Flugeigenschaften und Haltbarkeit machen es wieder wett.

Darf ich mein Sportgerät zu einem Kumpel mitnehmen?

Da es sich um keine Waffe handelt, kann ich den Bogen zu einem Kumpel mitnehmen, und statt Kickern schießen wir ein paar Pfeile ab.

Nach der Durchsicht des Waffengesetzes spricht nichts dagegen. Der Bogen ist ein Sportgerät, und ist daher nicht als Waffe deklariert.

Aber: Wenn ich den Bogen nutze und ich beschädige Gegenstände eines anderen, oder verletze eine Person, dann begehe ich eine Ordnungswidrigkeit bzw. eine Straftat. Dieses ist im Bürgerlichen Gesetzbuch unter § 823 geregelt.

Wer aber sicherstellen kann, das nichts passieren, der darf dann auch Bogenschießen.